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Kinderarzt Herne - Ammar Najar

Die Allergie spielt in der Kindermedizin eine grosse Rolle, fast jedes viertes Kind leidet darunter.

Oft sind genetische Gründe für die Entstehung  von Allergien verantwortlich. Umweltfaktoren, Infektionen und Medikamente sind auch manchmal beteiligt.

Nahrungsmittelallergie : Die Symptome sind Durchfälle, Erbrechen, Bauchkrämpfe, Schreiattacken, Blähungen und Gedeihstörungen. 

Häufiger ist die Kuhmilcheiweißallergie, die sich im ersten Lebensjahr entwickelt und durch das typische Krankheitsbild  und Bluttests vom Kinderarzt diagnostiziert wird. Glücklicherweise reagieren die Kinder spätestens im zweiten Lebensjahr nicht mehr allergisch auf Kuhmilch, im Gegensatz zur Erdnussallergie, die in der Regel lebenslang besteht. Andere relevante Nahrungsmittelallergien sind diese auf Fisch, Eier und Zitrusfrüchte.

Laktoseintoleranz (Milchkohlenhydratanteil) und Fruktosemalabsorbation (nach Genuss von Süßigkeiten und Fruchtsäften) sind andere häufige Beispiele im Kindesalter. Fruktoseintoleranz sollte nicht mit Fruktosemalabsorbation verwechselt werden. Ersteres ist genetisch bedingt und fängt beim Zufüttern von Beikost an und bedarf lebenslänglicher Diät. Die Fruktosemalabsorbation beginnt später, meist infolge einer Infektion und heilt von selbst in einigen Monaten ab.

Zöliakie ist eine genetisch-immunologisch bedingte Darmerkrankung. Glutenhaltige Nahrungsmittel (Weizen, Roggen, Hafer, Dinkel, Gerste) werden nicht  vertragen.Es kommt zu Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, geblähtem Bauch und Gedeihstörung. Beginn der Symptome meistens im späten Säuglins- und frühen Kleinkindalter.

Wichtig bei all diesen Formen ist die rechtzeitige Diagnosestellung sowie die ausführliche Eltern-Kind Beratung. 

Inhalationsallergie : Gemeint ist die allergische Reaktion der Schleimhaut  der Luftwege und Augen auf bestimmte Substanzen, wie Tierhaare, Pollen, Hausstaubmilbe. Symptome wie Niesen, Husten, gerötete juckende Nase und Augen beginnen durchschnittlich im dritten Lebensjahr. Hier ist es sehr wichtig, seitens der Eltern an Allergien zu denken. Neben der Allergen-Meidung und der Gabe der verschiedenen Antiallergiemittel, muss an die Hyposensibilisierung gedacht werden, da dadurch die Chance besteht,  die Kinder zu heilen und die Entwicklung  von Asthma ( sogenannter "Etagenwechsel" von Nase zu Lunge) zu verhindern.

 

 

 

 

 

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