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Herausgeber:

Praxis-Partnerschaft Dr. Christoph Dembowski und Heiko Meyer, 27356 Rotenburg

Information zum Zeckenstich

Durch einen Zeckenstich können Keime übertragen werden. Dazu gehören in Deutschland: -Borrelien ( Bakterien, welche die Borreliose auslösen können ) und -FSME - Viren, die zur Frühsommermeningoencephalitis führen können. Die FSME - Erkrankung kann durch eine Impfung verhindert werden. Da die Erkrankung jedoch regional begrenzt auftritt ( Bayern, Baden-Württemberg, Österreich, Tschechien, Polen, Baltikum etc. ) ist eine Impfung in Niedersachsen nicht erforderlich. Die Durchseuchung der Zecken mit Borrelien ist regional unterschiedlich, etwa 10-20% der Zecken sind mit Borrelien infiziert. Etwa 5 % erkranken nach dem Stich einer infizierten Zecke. Das Risiko nach einem Zeckenstich an einer Borreliose zu erkranken liegt also bei etwa 1 %. Aus diesem Grund wird keine vorsorgliche Behandlung mit Antibiotika durchgeführt. Es gibt auch keinen Grund, eine Zecke nach dem Stich zu untersuchen, um Borrelien nachzuweisen, da 95 % der Stiche einer mit Borrelien infizierten Zecke nicht zu einer Erkrankung führen. Die Übertragungshäufigkeit der Borrelien ist abhängig von der Dauer des Stiches ( ungünstig > 24 Std. ). Ein Impfstoff gegen Borrelien ist nicht verfügbar. Bei einer Borreliose unterscheidet man: - lokale Infektionen ( Erythema migrans / Wanderröte ), ca. 84 %, - akute Organerkrankungen ( Zentralnerverssystem, Gelenke etc.), ca.14 %, - chronische Organerkrankungen ( ZNS, Gelenke, Haut ), ca. 2 % Die Diagnose erfolgt durch eine klinische Untersuchung. In unklaren Fällen ist eine Blutuntersuchung erforderlich. Lokale Infektion und akute Organerkrankung sind gut mit einem Antibiotikum zu behandeln. Diese erfolgt nur bei Vorliegen von Symptomen. Eine routinemäßige Blutuntersuchung bei Gesunden nach Zeckenstich ist daher nicht erforderlich. Was sollten Sie nach einem Zeckenstich bedenken ??? -Vorbeugend kann das Tragen von langen Hosen und langärmligen Oberteilen sinnvoll sein. -Während der Saison allabendliches Absuchen nach Zecken. -Frühzeitiges Entfernen ist wichtig, die dabei angewandte Technik ( Pinzette, Zeckenzange, 2 spitze Fingernägel oder Rasierklinge ) nicht. -Die Zecke zuvor nicht ölen oder quetschen. -Für die Übertragung von Borrelien ist es belanglos, ob noch Teile des Stechapparates in der Haut verbleiben. -Bei unklarem Hautausschlag, grippeähnlichen Symptomen, Kopf- oder Gelenkschmerzen suchen Sie bitte Ihren Kinderarzt auf. Dr. C. Dembowski / H. Meyer

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