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Herausgeber:

Gemeinschaftspraxis Dr. M. Kleine & G. Gärtner & Prof. Dr. Dr. G. Wiese

Akupunktur - Patienteninformationen 


   Der Hintergrund

 Akupunktur ist in ihren Ursprüngen  Teil der traditionellen Medizin Chinas, die dort parallel zur modernen Medizin eigesetzt und gelehrt wird. Seit vielen Jahren wird Akupunktur auch in Deutschland angewandt, vor allem zur Therapie von Schmerzen wie Migräne und Kopfschmerzen, Bettnässen, Eßstörungen (Über- und Untergewicht), Asthma bronchiale, sowie Juckreiz bei Neurodermitis. Die Behandlung setzt in jedem Fall eine medizinische Diagnose voraus, um zu vermeiden, dass wichtige Symptome einfach überdeckt oder nicht ausreichend gewürdigt werden. Oft kann eine einfache symptomatische Therapie mit wenigen Sitzungen ausreichend sein. Bei chronischen funktionellen und vegetativen Störungen kann es jedoch darüber hinaus erforderlich sein, eine Diagnose im Sinne der traditionellen Chinesischen Medizin TCM zu stellen, um die Therapie auf die individuellen Besonderheiten der vegetativen Lage genau abzustimmen. Dies wird nur von wenigen Ärzten beherrscht, stellt besondere Anforderungen an das Können des Arztes und ist mit einem größeren Aufwand in der Behandlung verbunden.

 

   Die Behandlung

 Zur Akupunktur werden feine Nadeln verwendet, die an bestimmten Punkten im Körper eingestochen werden. Der Nadelreiz ist manchmal mit einem geringen Schmerz verbunden, gibt aber auch Hinweise auf den korrekten Sitz der Nadel. Deswegen wird der geschulte Akupunkteur sich nicht nur auf seine anatomischen Kenntnisse der Punktlage verlassen, sondern auch einmal nach dem Akupunkturgefühl, dem DeQi fragen.                                                                     

Der Akupunkturreiz wird eventuell noch manuell oder elektrisch verstärkt; die Nadeln bleiben etwa 20 bis 30 Minuten liegen. Manche Nadeln, besonders am Ohr, werden bis zur nächsten Sitzung belassen, um einen andauernden Effekt zu erzielen. Eine längere Behandlungsserie sollte in gewissen Abständen, meist nach etwa 10 Terminen, durch eine Pause unterbrochen werden. Wiederholungen oder Behandlungsserien sind möglich.


  Die Wechselwirkungen

 Langjährige Erfahrungen haben gezeigt, dass bei einigen Erkrankungen eine Kombination mit chinesischer Manualtherapie(TuiNa) und Akupunktmassage (AnMo) sehr wirkungsvoll ist. Sinnvoll kann auch eine Kombination mit chinesischer Atem-Meditation (QiGong) sein. Generell besteht eine gute Verträglichkeit zwischen der Anwendung von Akupunktur und den Verfahren der modernen Medizin, da die Akupunktur mit den Selbstregulationskräften des Körpers arbeitet.

   Die Nebenwirkungen

Die Akupunktur ist in geübten Händebn ein nebenwirkungsarmes, sicheres Verfahren. Dies stellt sogar ihren besonderen Vorteil dar, der zu ihrem Erfolg beigetragen hat. Das Restrisiko der Akupunkturbehandlung soll aber nicht verschwiegen werden: 

Manchmal kann eine Nadel ein Blutgefäß verletzen, so dass es zu einer -in der Regel harmlosen- Blutung kommt. Die anatomischen Kenntnisse eines Arztes sind Voraussetzung, eine Verletzung innerer Organe durch die Nadel zu vermeiden, dies kann jedoch nicht mit allerletzter Sicherheit ausgeschlossen werden. 

Es kommt vor, dass besonders bei der ersten Behandlung kreislauflabile Patienten ein Schwindelgefühl entwickeln, daher wird die Therapie in der Regel im Liegen durchgeführt.                                                                                                   

Jede Verletzung der Haut ist grundsätzlich geeignet, eine Infektion zu verursachen. Durch die Verwendung steriler Nadeln wird die Risiko minimiert. Bei Dauer(ohr)nadeln ist vom Patienten besonders auf Symptome einer Entzündung zu achten, die Nadeln sind gegebenenfalls zu entfernen und der behandelnde Arzt aufzusuchen.

   Die Kosten

 Die Akupunkturbehandlung muss grundsätzlich privat in Rechnung gestellt werden, weil sie nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherungen gehört. Lediglich bei chronischer Kniegelenksarthrose und bei chronische Schmerzen der Lendenwirbelsäule sind Kostenübernahmen möglich. Die Gebühren errechnen sich nach der GOÄ (amtliche Gebührenordnung für Ärzte). Die Abrechnungsziffer ist die 269a, der Gebührensatz beträgt im Normalfall ca. 46 € für jeden Behandlungstermin. Nach Absprache ist ein reduzierter Satz möglich. Die Mindestgebühr beträgt 25,00 € pro Sitzung.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.