Kinder- & Jugendärzte im Netz

Ihre Haus- & Fachärzte von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

Herausgeber:

Dr. med. Michael Krug, 31582 Nienburg/Weser* Praxis für Kinder und Jugendliche

Termine und Wartezeit
Mit ganz kleinen Säuglingen möchten Sie natürlich nicht lange im Wartezimmer warten. Besonders wenn Sie mit ihrem gesunden Kind zu einer Vorsorge oder Impfung kommen, ist es für uns selbstverständlich, dass Sie schnell drankommen. Nicht immer klappt das jedoch in der Hektik des Praxisgeschehens. Sprechen Sie uns an, wenn Sie es mal besonders eilig haben, wirklich gar nicht in das Wartezimmer mit eventuell verschnupften anderen Kindern möchten oder wenn Sie in Ruhe stillen möchten oder ...
Wir haben für alle Anliegen jederzeit ein offenes Ohr und helfen Ihnen gerne.

U1- Die erste Vorsorge
Die erste Vorsorgeuntersuchung findet direkt nach der Entbindung im Kreissaal statt. Zunächst wird begutachtet, ob das Kind die Geburt ohne Verletzungen überstanden hat und in welchem Gesundheitszustand es sich befindet. Dabei werden Herz und Lunge abgehorcht, die Haut auf ihre Durchblutung untersucht sowie Muskelspannung und angeborene Reflexe sorgfältig überprüft.

Die erste Vorsorgeuntersuchung wird auch als AGPAR-Test bezeichnet. Er wird nach Punkten beurteilt und entsprechend ausgewertet. Für jede einzelne Funktion werden 0 bis 2 Punkte vergeben. Bei einem AGPAR-Wert zwischen 8 und 10 ist das Neugeborene gesund. Liegt der Wert zwischen 5 und 7 Punkten, ist der Gesundheitszustand des Kindes beeinträchtigt. Unter 5 Punkten ist eine sofortige medizinische Maßnahme notwendig. Der AGPAR-Test wird sowohl nach 5, als auch nach 10 Minuten wiederholt.

Im Rahmen der ersten Vorsorgeuntersuchung finden noch zwei weitere Untersuchungen statt: 1. Es wird etwas Blut aus der Nabelschnur entnommen und auf seinen Sauerstoffgehalt hin untersucht. 2. Das verschluckte Fruchtwasser wird abgesaugt und dabei gleichzeitig überprüft, ob Nase und Speiseröhre frei durchgängig sind.

Bei der U1 erhält das Neugeborene Vitamin-K-Tropfen, um eine Unterversorgung, die eine Blutgerinnungsstörung verursachen kann, auszugleichen.

Anschließend wird das Neugeborene von der Hebamme gewogen sowie Körperlänge und Kopfumfang gemessen.

U2- Die zweite Vorsorge 
Bei der so genannten Neugeborenen-Basisuntersuchung handelt es sich um eine besonders gründliche Untersuchung, die normalerweise zwischen dem 3. und 10. Tag nach der Geburt meist noch in der Entbindungsklinik stattfindet.

Dr. Krug führt die U2 alle 2 Wochen jeweils am Mittwoch und am Freitag im Nienburger Krankenhaus durch. Er wechselt sich dabei mit anderen Kinderärzten ab, so dass jedes Neugeborene die U2 zeitnah im Krankenhaus erhalten kann und Mutter und Kind bald nach Hause entlassen werden können.

Nach einer ambulanten Geburt oder einer Hausgeburt kann die U2 selbstverständlich hier  in der Praxis oder bei Ihnen zu Hause durchgeführt werden. Bitte vereinbaren Sie telefonisch einen Termin, den wir nach Ihren Wünschen vergeben und so zu termieren versuchen, dass keine (oder nur eine sehr kurze) Wartezeit entsteht.

Bei der U2 werden die Organe, Geschlechtsteile, Haut und Knochen untersucht sowie die Verdauungstätigkeit und Reflexe des Nervensystems überprüft. Mit einem speziellen Haltegriff wird die Funktionstüchtigkeit des Hüftgelenks getestet. Bei der U2 erhält das Kind erneut Vitamin-K-Tropfen.

Außerdem wird dem Kind zwischen der 36. und 72. Lebensstunde aus der Handrückenvene oder Ferse Blut abgenommen, um es auf verschiedene Stoffwechselerkrankungen und Hormonstörungen hin zu untersuchen. Krankheiten wie beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), die Eiweiß-Stoffwechsel-Erkrankung Phenylketonurie, bestimmte Fettstoffwechselstörungen oder die Zucker-Stoffwechselerkrankung Galaktosämie werden so frühzeitig festgestellt.

Da viele Mütter das Krankenhaus schon frühzeitig verlassen (z. B. nach einer ambulanten Geburt), müssen sie besonders darauf achten, die Neugeborenen-Basisuntersuchung nicht zu versäumen.

U3 - Die dritte Vorsorge
Zwischen der 4. und 6. Lebenswoche ist die dritte Vorsorgeuntersuchung fällig. Vorzugsweise legen wir den Termin in die 5. Lebenswoche. Da in den meisten Fällen die ersten beiden Vorsorgeuntersuchungen in der Klinik stattfinden, ist die U3 meistens die erste Untersuchung bei uns. Wir übernehmen dann die Geburtsdaten aus dem gelben Vorsorgeheft in die Karteikarte, die wir für Ihr Kind anlegen. Wir vermerken Ihre Telefonnummer für "alle Fälle" und vergeben gern schon jetzt einen Termin für die 1. Impfung, die wir gerne in die 11. Lebenswoche legen.

Bei der Vorsorge wird jetzt kontrolliert, ob sich das Neugeborene in den vergangenen Wochen altersgerecht entwickelt hat. Gründlich werden er die Körperfunktionen, das Hörvermögen und die angeborenen Reflexe überprüft. Bei der dritten Vorsorgeuntersuchung wird das Hüftgelenk mittels Ultraschall auf Entwicklungsstörungen oder Fehlbildungen hin untersucht.

Der Arzt erkundigt sich nach dem allgemeinen Verhalten des Kindes. Er fragt nach, ob es Probleme oder Auffälligkeiten beim Trinken, der Verdauung oder beim Schlafen gibt. Wichtig ist, dass die Eltern ihre Beobachtungen mitteilen. Dadurch wird dem Arzt eine Beurteilung über den Gesundheitszustand erleichtert.

Der kleine Säugling sollte in den ersten zwei bis drei Monaten etwa 150 Gramm pro Woche an Gewicht zunehmen. Die Tagestrinkmengen in dieser Zeit liegen meist bei 15% des aktuellen Körpergewichts.

U4 - Die vierte Vorsorge
Die vierte Vorsorgeuntersuchung findet zwischen dem 3. und 4. Lebensmonat statt. Wir versuchen, die Vorsorge so zu legen, dass gleichzeitig die 2. Impfung erfolgen kann. Neben einer gründlichen Untersuchung von Organen und Geschlechtsteilen überprüft Dr. Krug das Hör- und Sehvermögen. Er kontrolliert auch, ob die Knochenlücke (Fontanelle) am Kopf des Kindes ausreichend groß ist, damit der Schädel problemlos wachsen kann.

Mit verschiedenen Tests werden außerdem die Beweglichkeit und das Reaktionsvermögen des Säuglings untersucht. Der Arzt testet beispielsweise, ob das Kind sein Köpfchen bereits halten kann, wenn es an beiden Händen hochgezogen wird. Er überprüft auch, inwieweit das Kind Gegenstände verfolgt oder Personen nachschaut. Das Kind sollte in der Lage sein, den Blick nach der Stimme der Bezugsperson zu richten und einfache „Brabbeldialoge“ führen können. Normalerweise kann das Kind – zumindest ansatzweise – vor Freude juchzen oder quietschen. Hand-Mund- und Hand-Hand-Kontakt sollten aktiv vorhanden sein. Gezielte Greifversuche zeigen sich meist erst etwas später.

U5 - Die fünfte Vorsorge
Ist das Baby ein halbes Jahr alt, findet bereits die 5. Vorsorgeuntersuchung statt. Neben den allgemeinen Untersuchungen der Körperfunktionen stehen vor allem die Überprüfung der Beweglichkeit und Körperbeherrschung im Vordergrund. Dr. Krug kontrolliert, ob sich das Kind in Bauchlage auf seine Arme abstützen kann und ob es sich hochziehen kann, wenn man es an zwei Fingern festhält. Der Säugling sollte in Sitzposition sein Köpfchen gut halten können und mittlerweile in der Lage sein, gezielt nach Gegenständen zu greifen.

Bei der U5 werden auch das Hör- und Sehvermögen nochmals getestet. Richtungshören auf neutrale Geräusche sollte beim Kind vorhanden sein. Der Arzt kann mit Hilfe eines Augenspiegels jetzt feststellen, ob das Kind schielt.

U6- Die sechste Vorsorge
Sobald das Kind ein Jahr alt ist, erfolgt die U6, die sogenannte „Einjahresuntersuchung“. Neben den allgemeinen Untersuchungen der Körperfunktionen stehen erneut die Überprüfung der Beweglichkeit und Körperbeherrschung im Vordergrund.

Dr. Krug kontrolliert, ob das Kind schon mit gestreckten Beinen und geradem Rücken frei sitzen oder sogar schon alleine stehen und dabei festhalten kann. Viele Kinder können sich schon in den Stand hochziehen. Außerdem wird sich der Arzt nach den sprachlichen Entwicklungen und dem allgemeinen Verhalten erkundigen und die Eltern an die erforderlichen Auffrischungsimpfungen erinnern bzw. gleich durchführen.


Impfungen
Ab der 11. Lebenswoche kann Ihr Kind im Normalfall das 1. Mal geimpft werden. Empfehlenswert ist die Impfung gegen Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), Polio (Kinderlähmung), HiB, Pertussis (Keuchhusten), Hepatitis B und Pneumokokken.

Die 2. Impfung terminieren wir gern so, dass sie gemeinsam mit der Vorsorge U4 stattfinden kann.

Die 3. Impfung zum Abschluß der Grundimmunisierung findet dann zeitgerecht nach weiteren 5 - 6 Wochen statt, so dass bei der Vorsorge U5 mit einem halben Jahr nicht mehr geimpft werden muss.

Die Vorsorge U6 findet dann mit einem Jahr statt, dabei wird meist das 4. Mal geimpft und dabei die Grundimmunisierung noch einmal aufgefrischt. Damit ist dieser Schutz komplett.

Anfang des 1. Lebensjahres (ab dem 13. Lebensmonat) kann die Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) stattfinden - auch in Kombination mit der Windpocken-Impfung (Varizellen). Nach einem weiteren halben Jahr wird die MMR(V)-Impfung nach dem neuesten Impfschema noch einmal aufgefrischt.

Damit hat Ihr Kind alle wichtigen Vorsorgen des ersten Lebensjahres erhalten und die Grundimmunisierung ist abgeschlossen.

Fragen zu Impfungen und Nebenwirkungen
Jederzeit können Sie Fragen zum Impfschema, zu einzelnen Impfungen und Ihren Ängsten oder Bedenken stellen. Wir geben gerne Auskunft.

Informieren Sie sich auch hier über die aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkomission: Empfehlungen der STIKO.

Die heutigen Kombinationsimpfstoffe sind sehr gut verträglich. Schwere Impfschäden sind äußerst selten. Manchmal kommt es zu Nebenwirkungen wie Unruhe, leichtem Fieber, Rötungen oder Schwellungen an der Impfstelle. Dies ist durchaus "normal" und nicht bedenklich. Rufen Sie uns gern an, wenn Sie sich dennoch Sorgen machen!

Manchmal erkranken Kinder auch zeitgleich oder kurz nach einer Impfung ohne dass dies in direktem Zusammenhang steht. Kommen Sie bitte bei fraglicher Erkrankung zur Abklärung in die Sprechstunde.

Anfahrt

Aktuelle Meldungen