Kinder- & Jugendärzte im Netz

Ihre Haus- & Fachärzte von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

Herausgeber:

Gemeinschaftspraxis Dr. med. Sigrid Krebs & Mehmet Güler

Hier finden Sie Erklärungen zu den Erkrankungen, für die es (Standard- und Indikations-) Impfungen gibt:

Tetanus (Wundstarrkrampf)

Mumps, Masern, Röteln
DiphtherieVarizellen (Windpocken)
Polio (Kinderlähmung) Pneumokokken
Pertussis (Keuchhusten)Meningokokken
Haemophilus influenzae Typ b (Hib)

FSME

Hepatitis BHPV (Humanes Papillomvirus)



Robert Koch Institut: 20 Einwände und Antworten zu Schutzimpfungen

Tetanus (Wundstarrkrampf)
Die Erkrankung erfolgt durch das Tetanusbakterium: es bildet gefährliche Giftstoffe. Die Übertragung erfolgt über Bakterien die in Erde und Staub sind und schon über kleinste Verletzungen in den Körper kommen. Die Symptome der Krankheit sind schwerste Muskelkrämpfe und Lungenversagen.

Trotz moderner Behandlungsmethoden stirbt jeder dritte Erkrankte durch die Giftwirkung, da Antibiotika und Antiserum längst nicht in allen Fällen wirkt.

Diphtherie
Die Erkrankung erfolgt durch das Diphtheriebakterium: es bildet ein gefährliches Gift. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch. Die Symptome der Krankheit sind Fieber, im Rachen bräunlich-weiße Beläge, typischer Geruch, Schwellung der Schleimhäute in Rachen und Kehlkopf; Erstickung droht.

Die Folgen sind Organschäden an Nieren, Herz und Zentralnervensystem; wird Diphtherie zu spät erkannt, sterben auch heute noch Patienten, da Antibiotika und Antiserum längst nicht in allen Fällen wirkt.

Polio (Kinderlähmung)
Die Erkrankung erfolgt durch drei versch. Polioviren. Die Übertragung erfolgt durch Schmierinfektion. Die Symptome der Krankheit sind Lähmung der Arme, Beine und Atemmuskulatur.
Bei jedem 100. bis 1.000. Infizierten kommt es zu Lähmungen, die meist zu bleibenden Schäden oder sogar zum Tod führen.
Es gibt KEINE Medikamente gegen Poliovieren.

Pertussis (Keuchhusten)
Hochansteckende Infektion der Atemwege; weltweit gibt es schätzungsweise >300.000 Todesfälle/Jahr. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 5 bis 10 Tage, max. 21. Tage. Es gibt KEINEN Nestschutz!
Die Erkrankung läuft in drei Stadien ab:
1. Stadium catarrhale, 1-2 Wo. (Schnupfen, leichter Husten, etwas Fieber)
2. Stadium convulsivum, 1-6 Wo. (Hustenanfälle, Schleim, Erbrechen)
3. Stadim decrementi, Wochen bis Monate (allmähliches Abklingen der Hustenanfälle)

Haemophilus influenzae Typ b (Hib)
Das größte Erkrankungsrisiko besteht bei Kindern zwischen dem 6. u. 18. Lebensmonat, ab dem 5. Lebensjahr nur noch in Ausnahmefällen. Vor der Einführung der Impfung 1990 war das die häufigste Ursache für bakterielle Meningitis bei Kindern (heute sind Meningokokken u. Pneumokokken am häufigsten). Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, die Inkubationszeit beträgt 2 bis 5 Tage.

Hepatitis B
Das größte Erkrankungsrisiko, eine chronische Hep. B zu erleiden, besteht beim Säugling: bei 90% wird die Krankheit chronisch. Die Übertragung erfolgt z.B. während der Geburt von der Mutter auf ihr Neugeborenes, von einem Infizierten durch mit Blut verunreinigten Gegenständen (Zahnbürste etc.), Sexualkontakte. Infektiös können Blut, Serum, Wund-, Vaginalsekret, Sperma und in sehr geringem Maße Speichel sein. Das Hep. B-Virus ist hochinfektiös: ein Tropfen infektiöses Blut in eine Badewanne getropft, macht den gesamten Inhalt infektiös! Die Folgen sind Leberzirrhose, -krebs, verminderte Lebenserwartung.

Masern, Mumps und Röteln
Sie werden häufig "Kinderkrankheiten" genannt, sind aber alles andere als harmlos! Auch Jugendliche und Erwachsene können daran erkranken - je älter die Erkrankten, desto schwerer verlaufen die Krankheiten. Sie können gefährliche Folgen haben.

Jährlich treten bis zu 50 Röteln-Embryopathien auf: Wenn eine Schwangere in den ersten Monaten erkrankt, ist das Risiko, dass das Kind taub, blind oder geistig behindert ist, besonders groß.

Mind. jeder 500. Jugendliche, der an Masern erkrankt, erleidet eine Gehirnhautentzündung (Enzephalitis).

Ca. 10% aller Mumps-Infizierten bekommen eine Hirnhautentzündung (Meningitis). Erkranken junge Männer an Mumps, erleiden sie häufig eine Hodenentzündung (beeinträchtigt die Zeugungsfähigkeit).

Masern
Die Erkrankung erfolgt durch das Masernvirus. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion. Die Symptome der Krankheit sind Hautausschlag, Fieber, Husten, Schnupfen, Bindehautentzündung.
Die Folgen sind Gehirnhaut-, Lungen- und Mittelohrentzündung.
Es gibt KEINE Medikamente gegen Masernviren.

Mumps
Die Erkrankung erfolgt durch das Mumpsvirus. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion. Die Symptome der Krankheit sind Speicheldrüsenentzündung, Fieber, Kopfschmerzen.
Die Folgen sind Hirnhaut-, Gehirn-,Hoden-, Eierstockentzündung, Schwerhörigkeit.
Es gibt KEINE Medikamente gegen Masernviren.

Röteln
Die Erkrankung erfolgt durch das Rötelnvirus. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch. Die Symptome der Krankheit sind Hautausschlag, leichtes Fieber, Gelenkschmerzen.
Wird ein Kind im Mutterleib infiziert, kann es Missbildungen an Augen, Ohren, Herz und Gehirn erleiden oder stirbt.
Es gibt KEINE Medikamente gegen Masernviren.

Varizellen (Windpocken)
Die Erkrankung erfolgt durch das Varizella zoster Virus. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch direkten Kontakt oder Tröpfcheninfektion. Die Symptome der Krankheit sind flüssigkeitsgefüllte Bläschen auf Haut und Schleimhäuten, Fieber. Im Alter oder bei Immunschwäche erfolgt erneute Erkrankung in Form einer Gürtelrose.

Die Folgen sind Hirnhaut-, Gehirn-, Lungenentzündung, bakterielle Superinfektion; infiziert sich eine werdende Mutter kann es zu Fehlbildungen beim Kind, zur Fehl- oder Frühgeburt kommen.

Pneumokokken
Das sind bekapselte Bakterien, die das Abwehrsystem von Kindern unter 2 (bis 5) Jahren nicht wirksam bekämpfen kann. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion. Die Symptome der Krankheit sind Hirnhaut-, Lungen-, Mittelohr-, Nasennebenhöhlenentzündung, Blutvergiftung.

Meningokokken
Die Erkrankung erfolgt durch die Meningokokken-Bakterien (5 versch. Typen, Impfung ist nur gegen 4 versch. Typen möglich). Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion, Küssen, Schmusen. Die Symptome der Krankheit sind Kopfschmerzen, Fieber, Erbrechen, steifer Nacken, Hautblutungen. Meist sind Kinder unter 4 Jahre und Jugendliche betroffen.

Die Folgen sind Hirnhautentzündung (bleibende Schäden bei ca. 10%), Blutvergiftung (in diesem Fall sterben bis zu 50% der Patienten) ; 1-3% der Patienten sterben, bei älteren Menschen mehr.

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Die Erkrankung erfolgt durch das FSME-Virus. Die Übertragung erfolgt über Zeckenstiche. Die Symptome der Krankheit sind Fieber, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen; bei ca. 10% nach ca. 8 Tagen Entzündung des zentralen Nervensystems (ZNS).

Die Folgen sind Hirnhautentzündung und/oder Gehirnentzündung; bleibende Schäden bei ca. 10% der an ZNS-Symptomen Erkrankten, 1% der Patienten stirbt.

Wichtige und umfangreiche Informationen erhalten Sie hier:

Quelle: "Die aktuellen Empfehlungen für Säuglinge, Kinder und Jugendliche der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut", Stand 2005, KVB, Deutsches Grünes Kreuz e.V., Xundi Ärzte im Kindergarten

HPV (Humanes Papillomvirus)
Die Erkrankung erfolgt durch die Papilloma-Viren. Die Infektion erfolgt hauptsächlich über Hautkontakt (primär ungeschützter Sexualverkehr). Als Folgen einer HPV-Infektion treten meist harmlose Hauterscheinungen auf. Im Genitalbereich enstehen u.a. Feigwarzen, und bei Frauen das Zervixkarzinom (Krebserkrankung des Gebärmutterhalses; weltweit die zweithäufigste Krebserkrankung (und dritthäufigste Krebstodesursache) bei Frauen).

Seit Oktober 2006 ist ein Impfstoff gegen einige Gebärmutterhalskrebs aulösende HP-Viren in Deutschland zugelassen und erhältlich. Die Kosten werden bereits von verschiedenen Krankenversicherungen für bestimmte Altersgruppen übernommen.


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