Kinder- & Jugendärzte im Netz

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Praxis für Kinder- und Jugendmedizin am Kattewall

Seit vielen Jahren weiß man um die Bedeutung des Vitamin D.

Früher war man allerdings der Ansicht, dass Vitamin D eigentlich nur für den Aufbau des Knochens notwendig ist. Daher erhalten Säuglinge seit Jahrzenten  zusätzlich Vitamin D. Auch, wenn sie voll gestillt werden, denn auch das ist schon lange bekannt: wir alle haben einen Mangel an Vitamin D; und deshalb ist Vitamin D der einzige Stoff, den auch die stillende Mutter nicht ausreichend an ihr Kind weitergeben kann.

Seit einigen Jahren häuften sich die Hinweise, dass Vitamin D mehr ist als das Vitamin für die Knochen. Die Forschungsanstrengungen nahmen zu und jetzt wissen wir, dass das Vitamin D einem Hormon gleicht und auf viele Prozesse im menschlichen Körper einwirkt.

Eine schöne Übersicht zu dem Thema finden Sie auf dieser Internetseite.

Mittlerweile (8/2015) hat man in 38 verschiedenen Geweben Rezeptoren für Vitamin D nachgewiesen (Monatssch Kinderheilkd 2015 163).

Wir verfolgen diese spannende Entwicklung seit einigen Jahren auf den verschiedenen Kongressen. Zuletzt am 19.Januar auf dem 31. Oldenburger Pädiatrischen Kolloquium. Dr. Jens Gierich von der Deutschen Klinik für Diagnostik , Wiesbaden,  hat spannend und umfassend unsere Abhängigkeit vom Vitamin D dargestellt.

Ganz besonders für uns Kinderärzte spannend war sein Schwerpunkt auf dem Wert, den das Vitamin D in der Infektabwehr spielt.

Er stellte wissenschaftliche Arbeiten vor, die z.B. belegen, dass eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D zum Schutz vor der Grippe (Influenza ) genau so wirksam ist wie die Impfung gegen die Grippe (hier nachzulesen ).

Jetzt wissen wir, dass wir doch etwas tun können, um die Abwehr des Körpers zu unterstützen.

Nach wie vor gilt: die (oft fieberhaften) Infekte der Kindheit mit der Schnöddnase von September bis in den Mai sind für die Ausbildung, Stärkung und Prägung unseres Immunsystemes unerlässlich und wichtig. Wir können und dürfen diese Infekte nicht verhindern.

Aber wir wissen, dass Vitamin D  tatsächlich wichtig für das Funktionieren der Abwehr unseres Körpers ist. Eine schöne Übersicht zur vielfältigen Wirkung des Vitamin D auf unser Gesund-sein-und-bleiben fiindet sich auch in diesem schönen Artikel in der Zeit .

Schwedische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen zu wenig Vitamin D und Depression. Sie untersuchten nicht nur, sondern probierten es aus: sie gaben depressiven Jugendlichen, die alle einen zu niedrigen Vitamin D Spiegel im Blut hatten, in den Folgemoneten Vitamin D. Und mit dem Anstieg des Vitamin D im Blut verbesserten sich messbar die depressiven Symptome (Högberg G et al. Acta Paediatr 2012; 101: 779–83).  Die KiGGS Studie hat gefunden, dass "Schlafstörungen, schlechtere Schulleistungen, emotionale und Verhaltensprobleme, schlechtere subjektive Lebensqualität und höhere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten(...)" mit einem niedrigen Vitamin D Spiegel gefunden werden (Monatssch Kinderheilkd 2015 163).

Was möchten wir Ihnen anbieten?

Obgleich Ihre Krankenkasse die Kosten nicht übernimmt, möchten wir Ihnen anbieten, für Ihr Kind und sich selbst diese wichtigen neuen Erkenntnisse zu nutzen.

Wir bieten Ihnen an, zu messen: haben Sie/hat Ihr Kind einen Vitamin-D-Mangel (Blutuntersuchung).

Wir besprechen mit Ihnen das Ergebnis der Untersuchung, eine eventuell  notwendige Ergänzung Ihrer Nahrung mit Vitamin D und empfehlen Ihnen das entsprechende Präparat. 

"Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit und das US-amerikanische Institute of medicine legten als sichere tägliche Einnahmenmenge für Säuglinge 1000I.E., Kinder von 1-11 Jahren 2000I.E. und Kinder ab 11 Jahren (...) 4.000 I.E. fest." (pädiatrie hautnah 2015;27 (5) S. 56)

Wir kümmern uns um die Bezahlung der Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels in Ihrem Blut. Diese Kosten erscheinen dann mit den Kosten der Blutentnahme und der Beratung des Ergebnisses auf der Rechnung, die Sie von uns erhalten. Grundlage der Rechnung ist die Gebührenordnung für Ärzte . Gesondert bezahlen Sie das Präparat.

Konkret entstehen Ihnen folgende Kosten:

Blutentnahme: GOÄ Ziffer 250, 1,8-facher Satz: 4,14€

Bestimmung  des Vitamin-D-Spiegels: 27,98 €

Beratung: GOÄ Ziffer 1, 2,33-facher Satz: 10,72 € bei Ihnen, bzw. Ziffer 4, 1,291-facher Satz bei Ihrem Kind 16,54€

Alles zusammen 42,84 € für Sie, bzw. 48,66  € für Ihr Kind.

Dazu kommen die Kosten für ca. 1 Jahr Vitamin-D-Präparat: ca. 10-20 €

Sprechen Sie uns bitte an oder vereinbaren Sie einen Termin.

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