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päd regio hamm e.v. - Ihre Kinderärzte der Region Hamm

 

Schutz-impfungen




 
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            Impfung gegen Gebärmutterkrebs
                  für Mädchen ab 9 Jahren
für nähere Informationen fragen Sie Ihren Kinder- und Jugendarzt oder
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aktueller Impfkalender

3. Lebensmonat

Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, HIB, Hepatitis B, Pneumokokken, (ggfs. Meningokokken)

4.-5. Lebensmonat

Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, HIB, Hepatitis B, Pneumokokken, (ggfs. Meningokokken)

5.-6. Lebensmonat

Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, HIB, Hepatitis B, Pneumokokken, (ggfs. Meningokokken)

12.-15. Lebensmonat

2 X Masern, Mumps, Röteln, Windpocken im Mindestabstand von 4 Wochen

13.-18. Lebensmonat

Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, HIB, Hepatitis B, Pneumokokken, Meningokokken

6.-7. Lebensjahr

Diphtherie-Tetanus–Keuchhusten Auffrischimpfung, ggfs. 2. Impfung Masern, Mumps, Röteln

9.-18. Lebensjahr

Auffrisch– u. Nachzüglerimpfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung, Keuchhusten u. Hepatitis B

12.-15. Lebensjahr

Windpockenimpfung(en) für Patienten, die bisher keine WP durchgemacht haben

Indikationsimpfungen gegen

FSME, Hepatitis A, Influenza (Grippe), Meningokokken, Pneumokokken, Tollwut, Windpocken sind ggfs. angezeigt. Die Indikation ergibt sich in der individuellen Beratung.

INDIVIDUELLER IMPFTERMIN-PLANER

Die Krankheiten 

Diphtherie

Diphtherie ist eine hochansteckende lebensgefährliche bakterielle Infektionskrankheit. Nicht umsonst wurde Diphtherie früher als "Würgeengel der Kinder" bezeichnet – vor Einführung der vorbeugenden Impfung forderte die schwere Infektionskrankheit viele Opfer. Neben der Impfung trug auch die Verbesserung der hygienischen Verhältnisse dazu bei, dass Diphtherie in den Industrienationen seltener geworden ist.

In vielen Entwicklungsländern ist die Diphtherie jedoch noch weit verbreitet. In der ehemaligen Sowjetunion ist in der ersten Hälfte der 90er Jahre eine starke Zunahme der Krankheitsfälle zu verzeichnen gewesen. Während Kinder in Deutschland in der Regel einen guten Impfschutz haben, sind etwa 60% aller 30- bis 40-Jährigen unzureichend geschützt.

Wundstarrkrampf (Tetanus)

Wundstarrkrampf (Tetanus) ist eine weltweit verbreitete Erkrankung, die durch das Gift (Toxin) eines Bakteriums (Clostridium tetani) hervorgerufen wird. Da diese Bakterien nahezu überall verbreitet sind, kann man ihnen kaum aus dem Weg gehen. Weltweit kommt es jährlich zu ca. 1Million Erkrankungen mit rund 600.000 Todesfällen. Es gibt jedoch eine Möglichkeit sich zu schützen – die Tetanus-Schutzimpfung.

Kinderlähmung (Poliomyelitis)

Unter dem Motto “Schluckimpfung ist süß – Kinderlähmung ist grausam” startete 1962 eine große Impfaktion gegen Kinderlähmung, nachdem 1961 in der Bundesrepublik Deutschland die bisher letzte große Kinderlähmung-Epidemie ausgebrochen war. Damals erkrankten 4.461 Menschen, 305 verstarben. Seit 1993/94 ist der gesamte amerikanische Kontinent dank einer konsequenten Impfpolitik frei von Kinderlähmung (auch Poliomyelitis oder Polio genannt).

Europa ist poliofrei
Dies gilt auch für Europa. 2002 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO Europa als poliofrei erklärt. Dies gilt allerdings nur für die "einheimische" Polio. Neue Infektionen können eingeschleppt werden. In einigen Ländern Afrikas und Asiens mit niedrigem Hygienestandard und hoher Bevölkerungsdichte ist Kinderlähmung nach wie vor verbreitet. Daher können ungeimpfte Reisende in diesen Gebieten selbst erkranken und den Erreger einschleppen. Die Krankheitsbezeichnung legt den Rückschluss nahe, dass nur Kinder und Jugendliche erkranken können. Dies ist irreführend, denn auch Erwachsene können an Kinderlähmung erkranken. In Deutschland verfügen 87% aller Jugendlichen über einen ausreichenden Impfschutz, aber nur 67% der über 40-Jährigen.

Hib (Haemophilus influenzae Typ b)

Das Bakterium Haemophilus influenzae Typ b (Hib) spielt besonders bei Kleinkindern im Alter bis zu 5 Jahren eine wesentliche Rolle. Die dadurch ausgelösten Infektionskrankheiten waren bis zur Einführung der vorbeugenden Impfung für diese Altersgruppe sehr gefürchtet. Die Keime verursachen bei Kindern bis zu 3 Jahren in erster Linie eine besonders schwere Form von Hinrhautentzündung. Bei Kindern bis zu 5 Jahren war die Entzündung des Kehldeckels (Epiglottitis) lebensbedrohlich.

Keuchhusten (Pertussis)

Keuchhusten ist nach wie vor weltweit eine der häufigsten Infektionskrankheiten bei Kindern. Auch Erwachsene können aber davon betroffen sein. In Deutschland werden jedes Jahr durchschnittlich mehrere Tausend Keuchhustenfälle registriert. Todesfälle durch Keuchhusten treten heute vor allem bei Säuglingen auf. Die Krankheit ist hochansteckend und führt bei den Erkrankten zu heftigen Hustenanfällen.

Hepatitis B

In Deutschland sind ca. 600.000 Menschen von einer Hepatitis-B-Infektion betroffen,jährlich kommen etwa 50.000 Neuer-krankungen hinzu. Gut 25% der Betroffenen sind zwischen 15 und 25 Jahren alt, über 10% sind jünger, die Altersgruppe zwischen 25 und 45 Jahren ist mit über 40% am meisten gefährdet.

Hepatitis B ist weltweit verbreitet – hohe Durchseuchungsraten existieren vor allem in Zentral- und Südafrika, in Südostasien und Südamerika. In Deutschland gilt Hepatitis B irrtümlicherweise als Krankheit einiger Risiko-gruppen. So sind z. B. Ärzte, Dialyse-Patienten, Homosexuelle oder Drogensüchtige aufgrund der Übertragungswege zwar besonders gefährdet, aber die restlichen Bevöl-kerungsgruppen machen mit ca. 75% den Großteil der Betroffenen aus.

Meningokokken-Meningitis

Die Meningokokken-Meningitis ist eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit. Die Erregerstämme werden in verschiedene Gruppen (z.B. A, B, C) eingeteilt. Epidemieartige Ausbrüche (v.a. Erreger der Gruppen A und C) sind in tropischen Gebieten nicht selten, vor allem im so genannten Meningitisgürtel Afrikas (südlich der Sahara vom Sudan bis zum Senegal) sowie in Südamerika. In Europa und den USA tritt die Meningokokken-Meningitis eher sporadisch auf, vor allem mit dem Erreger der Gruppe B. In Deutschland werden zwischen 650 bis 1.000 Fälle pro Jahr gemeldet. Gegen Meningokokken vom Typ A und C gibt es eine Schutzimpfung, gegen den Typ B nicht.

Masern

Masern gelten als eine der ansteckendsten Krankheiten überhaupt. In Deutschland erkrankten früher nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts jährlich 50.000 bis 60.000, in manchen Jahren sogar bis zu 100.000 Menschen an Masern. Durch die Impfung sind die Zahlen in den letzten Jahren rückläufig, wobei es regionale Häufungen in Schulen und Vorschuleinrichtungen gab: Für 2005 wurden 780 Masernfälle gemeldet. Doch mit weit über 2.000 Masernerkrankungen bis Anfang August 2006 gehört Deutschland in diesem Jahr weltweit gesehen zu den Ländern mit den höchsten Erkrankungszahlen.

Masern gehören zu den typischen Kinderkrankheiten, aber auch Jugendliche und Erwachsene können betroffen sein. Masern verlaufen nicht immer harmlos. In den westlichen Industrieländern führen Masern bei 10-20% der Erkrankten zu Komplikationen. Die häufigsten Komplikationen sind Mittelohr-und Lungenentzündungen, im schlimmsten Fall kommt es zu einer lebensgefährlichen Gehirnentzündung (Enzephalitis).

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