Kinder- & Jugendärzte im Netz

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Herausgeber:

Dr.Sabine Leuschner, Dr.Rüdiger Penthin, Schönberg

Intelligentes Nachtlicht

Lichtregulationssystem zur Verminderung nächtlicher Lichtbelastung im Kinderzimmer

In den letzten Jahren entwickelte sich eine wissenschaftliche Diskussion, ob eine nächtliche Lichtbelastung des kindlichen Auges in den ersten zwei Lebensjahren gehäuft zu einer Kurzsichtigkeit führt (Quinn 1999, Zadnik 2000, Gwiazda 2000, Stone 2000). Eine Arbeitsgruppe der Universität in Philadelphia fand bei einer Gruppe von 479 Kindern mit einem mittleren Alter von 8 Jahren, die als ambulante Patienten einer Universitätsklinik für Kinderaugenheilkunde untersucht wurden,


gehäuft die Entwicklung einer Kurzsichtigkeit, wenn diese Kinder in den ersten 2 Lebensjahren nächtlicher Beleuchtung ausgesetzt waren (Quinn 1999).
Dieser Effekt war zudem abhängig von der Lichtintensität: Kinder, die bei Raumlicht schliefen, entwickelten zu 48 % eine Kurzsichtigkeit, Kinder, die mit einem Nachtlicht schliefen zu 31 %, Kinder, die bei Dunkelheit schliefen nur zu 9 % (Quinn 1999). Andere Untersuchergruppen, die Schulkinder untersuchten, konnten keine gehäufte Entwicklung einer Kurzsichtigkeit in Abhängigkeit von der nächtlichen Lichteinwirkung bei Kindern finden (Zadnik 2000). Allerdings konnte beobachtet werden, dass wenn beide Eltern selbst kurzsichtig waren, diese häufiger eine nächtliche Dauerbeleuchtung benutzten (Gwiazda 2000). Eine andere Untersuchung konnte ebenfalls keinen Zusammenhang zwischen der Benutzung eines Nachtlichtes und Kurzsichtigkeit bei Vorschul – und Schulkindern nachweisen (Chapell 2001). In dieser Untersuchung zeigte sich jedoch, dass Kinder, die in den ersten zwei Lebensjahren mit einem Nachtlicht schliefen, als Erwachsene gehäuft kurzsichtig waren (Chapell 2001).

Die Beeinflußbarkeit des Wachstums verschiedener Strukturen des Auges durch dauerhafte Lichteinwirkung ist auch aus Beobachtungen an Hühnern bekannt (Li 1995). Zwar konnte eine direkte Beeinträchtigung des Augenwachstums durch nächtliche Dauerbeleuchtung bei Affen (Makaken) nicht gefunden werden (Smith 2001), jedoch bestand bei manchen Tieren, die einer Dauerbeleuchtung ausgesetzt waren, der Verdacht auf eine beeinträchtigte natürliche Entwicklung des Auges in Richtung Normalsichtigkeit (Smith 2001).

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Auswirkungen nächtlicher Dauerbeleuchtung für das kindliche Auge unklar sind. Eine Beeinträchtigung der Augenentwicklung durch nächtliche Dauerbeleuchtung bei entsprechend veranlagten Kindern ist nicht auszuschließen. Somit ist es durchaus sinnvoll, die nächtliche Lichtexposition auf ein Minimum zu beschränken.

Aus diesem Grunde entwickelte Dr. Penthin mit der Firma Lichtregulationssysteme Probstei GmbH ein mikroprozessorgesteuertes Lichtregulationssytem, welches die Bewegungen und Geräusche des Kindes analysiert. Sobald diese Zeichen auf ein Erwachen hindeuten, wird vom System eine sanft anflutende Beleuchtung realisiert, die sich bei erneutem Einschlafen allmählich wieder bis zur Dunkelheit herunterdimmt. Die Reaktionsempfindlichkeit des Gerätes sowie die Auf – und Abdimmgeschwindigkeit können je nach Bedarf gewählt werden. Das Licht einer normalen Zimmerlampe (je nach Wahl der Eltern) mit Glühfadenbirne kann durch dieses System reguliert werden. Dadurch steht Eltern, deren Kinder Probleme haben im Dunkeln zu schlafen, eine Alternative zum Dauernachtlicht zur Verfügung. Außerdem kann dadurch der Stromverbrauch reduziert werden.

Dieses System kann über die Praxis für 5.-  € /Monat zzgl. Porto und Kaution gemietet werden.

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